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Renaissance-Theater Berlin
Knesebeckstraße 100
10623 Berlin
Tel.: 030 / 3159730
Fax: 030 / 31597340
„Ein Hexenmeister“ sei Oskar Kaufmann, bewunderte man 1927 den Architekten, der in das Charlottenburger Eckhaus ein Juwel der Theaterbaukunst hineingezaubert hatte. „Ein Spezialist des Genitalischen“ sei Ferdinand Bruckner, hieß es 1928 über den Autor von Krankheit der Jugend, einem Sensationserfolg im Renaissance-Theater. Diesen beiden Persönlichkeiten verdankt das Renaissance-Theater seine Existenz, hatte doch Bruckner alias Tagger 1922 die Bühne gegründet. So spannend wie ihre ersten Jahre erweist sich ihre gesamte Biografie ? eine bislang kaum beachtete Facette der Geschichte Berlins. Was hat Döblins Roman Berlin Alexanderplatz mit dem Renaissance-Theater zu tun? Warum inszenierte der Gründer des Theaters ein aufwendiges Verwirrspiel um seine Person, das zur „literarischen mysterystory der späten zwanziger Jahre“ (Alfred Kantorowicz) wurde? Wie kam es, daß sich Berlins häßlichstes Schlauch-Theater in Europas schönstes Art-Deco-Theater verwandelte? Woran scheiterte Walter Ulbrichts Plan, Heinz Rühmann zum Intendanten zu machen? Was verband Olga Tschechowa, Friedrich Hollaender, Tilla Durieux, Helene Weigel, Curt Goetz, Theo Lingen, Grete Mosheim, Elisabeth Bergner, O. E. Hasse, Victor de Kowa, Harald Juhnke und so viele andere mit dieser Bühne?
